Monatsarchiv: Juli 2015

Architekt Berlin

Iconic Fernsehturm television tower overlooking Berlin cityscape from a dizzying 1200 ft in the Alexanderplatz district. Many landmarks visible with the Berliner Dom sitting to the left of the communications tower.

Architekt Berlin

Berlin ist als Metropole mit weltmännischem Flair bekannt. Große Bauprojekte waren über Jahrzehnte hinweg auch ein Markenzeichen der deutschen Hauptstadt. So mancher Architekt Berlin hätte für diese Huldigungen in den vergangenen rund 25 Jahren wahrscheinlich aber nur ein müdes Lächeln übrig gehabt. Das Gros der in Berlin beheimateten Architekten hat die Baugroßprojekte nämlich auch nur aus der Ferne beobachtet. Selbst bei kleineren Bauprojekten blieben viele von ihnen außen vor. Aufträge waren grundsätzlich rar gesät, die Honorare rutschten teilweise in den Keller. Laut entsprechenden Statistiken waren zwischenzeitlich weit über 20 Prozent der Berliner Architekten arbeitslos. Seit etwa 2010 verspürt ein Architekt Berlin aber nicht nur wieder Hoffnung, der Wind scheint sich erst einmal nachhaltig gedreht zu haben …

Mehrere Faktoren sorgten in der Vergangenheit für ungünstige Voraussetzungen

Seit Mitte der 90er Jahre befand sich der Berufsstadt „Architekt“ in Berlin in einer spürbaren Krise. Dies lag vornehmlich an folgenden Faktoren:
– Es gibt in Berlin eine ungemein hohe Architektendichte. Hierbei spielt es sicherlich eine übergeordnete Rolle, dass der Studiengang Architektur sich an den Universitäten einer großen Beliebtheit erfreut; diesbezüglich gibt es auch keine Regulierung der entsprechenden Studentenzahlen.
– Ehemalige Tätigkeits- bzw. Aufgabenfelder sind weggebrochen.
– Die wirtschaftliche Gesamtsituation der Berliner Bevölkerung, der hier ansässigen Bauunternehmen und der Stadt an sich hat sich verschlechtert.
– Die Baukosten sind nicht nur stagniert, sondern präsentierten sich teilweise rückläufig; somit stagnierten bzw. verringerten sich auch die Honorare.
– Vielfach ist ein bereits erreichter bausubstanzlicher Standard in Berlin zu beobachten.

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Bauhaus – Moderne Architektur bis ins 21. Jahrhundert. [Teil 02]

  • Von Anett Ring
  • Veröffentlicht 28. Juli 2015
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Trotz des hohen Ziels alle Künste unter der Architektur zu vereinen, wurde erst 1927 – als die Hochschule bereits nach Dessau umgezogen war – eine eigene Architekturabteilung am Bauhaus gegründet. Diese wurde vom Schweizer Architekten Hannes Meyer als Meister geleitet, der kurz darauf auch Direktor des Bauhauses Dessau wurde. Unter Meyer politisierten und radikalisierten sich die Bauhaus-Studenten zunehmend; die Folge war seine fristlose Entlassung im Jahr 1930 durch den noch immer sehr einflussreichen Walter Gropius und den Bürgermeister der Stadt Dessau. Der Architekt Ludwig Mies van der Rohe wurde sein Nachfolge als Direktor. Weiterlesen…

Baufinanzierung—alles was man wissen muss

  • Von Jesco Puluj
  • Veröffentlicht 28. Juli 2015
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Die Baufinanzierung ( depositphoto / scanrail)

Die Baufinanzierung ( depositphoto / scanrail)

Die Baufinanzierung ist ein essentieller Schritt auf dem Weg zum Eigenheim. Egal ob man sich ein Haus kaufen will oder ob man als Bauherr tätig wird—in jedem Fall ist einiges an Fremdkapital notwendig um den Traum wahr werden zu lassen. Dieser Post bietet einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsformen und über die effektivsten Wege Risiken zu senken und Geld zu sparen. Und wenn Sie sich mit dem Thema Baufinanzierung vertraut gemacht haben, dann werfen Sie doch auch einen Blick auf unsere umfangreichen Posts Hauskauf—alles was man wissen muss, sowie Zum ersten Mal Bauher—alles was man wissen muss.

Die Finanzierung über die Bank

Die Bank ist Ihr wichtiger Finanzierungspartner beim Hauskauf (depositphoto / pressmaster)

Die Bank ist Ihr wichtiger Finanzierungspartner beim Hauskauf (depositphoto / pressmaster)

Das Eigenkapital

Theoretisch ist es natürlich möglich sein Haus komplett selber und ohne fremde Mittel zu finanzieren, allerdings verfügt kaum eine Privatperson über so viel Kapital und aufgrund der niedrigen gegenwärtigen Zinskonditionen ist das auch gar nicht nötig. Dennoch verlangen die Banken ein Eigenkapital von 20-30 Prozent der benötigten Kosten. Das ist sicherlich viel Geld und kann manchen Bauherren den Traum vom Eigenheim vermiesen. Allerdings steht die hohe Eigenkapital-Quote vor allem für die Verminderung von Risiko—sowohl für den Antragssteller als auch für die Bank. Für Sie gilt dabei: je höher das Eigenkapital, desto geringer das Darlehen und desto geringer sind dementsprechend die Zinskosten. Auch wenn die Zinsen nämlich derzeit niedrig sind, kann die Abbezahlung eines Hauses bis zu 20 Jahre dauern und in dieser Zeit kann sich die Wirtschafts- und Zinslage dramatisch ändern. Ein hohes Eigenkapital bedeutet auch, dass das Darlehen schneller getilgt wird und damit das Risiko auf einen Abbruch der Finanzierung wegen Verdienstausfall sinkt.  Darüber hinaus können Sie Ihr Eigenkapital als Investition betrachten, das sich selber verzinst. Wie im Abschnitt „KfW-Darlehen“ beschrieben kann es sogar sein, dass Ihnen ein Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von der finanzierenden Bank als Eigenkapital angerechnet wird.

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„Licht bringt die Menschen zum Staunen“—Die Lichtplanerin Gabriele Allendorf im Interview

  • Von Jesco Puluj
  • Veröffentlicht 28. Juli 2015
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Wir vom ArchitektenScout freuen uns sehr, die renommierte Lichtplanerin Gabriele Allendorf für ein Interview gewinnen zu können. Lichtplanung wird nach wie vor bei vielen Bauprojekten unterschätzt und wir beabsichtigen mit diesem Interview das Bewusstsein von sowohl Bauherren als auch Architekten in Bezug auf Lichtgestaltung zu schärfen. Frau Allendorf gibt uns einen detaillierten Einblick in den Beruf des Lichtplaners, in die Zusammenarbeit mit Bauherren und Architekten und erklärt, warum es wichtig ist, so früh wie möglich im Bauprozess an die Lichtgestaltung zu denken. 

Lichtplanerin Gabriele Allendorf

Lichtplanerin Gabriele Allendorf im Interview mit dem ArchitektenScout

Frau Allendorf, beschreiben Sie bitte kurz Ihren beruflichen Werdegang und wie Sie zum Beruf des Lichtplaners gekommen sind.

Ich habe an der Akademie der bildenden Künste Innenarchitektur studiert und schon während des Studiums angefangen, mich mit Licht zu beschäftigen und Leuchten zu bauen. Nach dem Studium fühlte ich mich angezogen von der Verschmelzung von Ton und Licht. Zusammen mit Komponisten und Musikern habe ich Lichtklang-Konzepte entwickelt und Bühnenbeleuchtung gemacht. Dann der Turnaround: ich bekam einen Auftrag von der HypoBank ein Konzept für den Vorstandsbereich zu entwickeln und bin sozusagen von „Nachtarbeit“ in die „Tagarbeit“ gegangen — sprich vom künstlerischen Arbeiten, der Auseinandersetzung mit Ton und Licht in den Bereich der Gebäude und Freiflächen. Arbeiten, Lernen, Freizeit gestalten, also alle anderen Bereiche des Lebens abdecken — das fand ich sehr spannend.

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Handskizze versus CAD – Grundlagendebatte der Architekturdarstellung

  • Von Gina Doormann
  • Veröffentlicht 23. Juli 2015
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Sie sind bezeichnend für die „alten Meister“der Architektur: von Hand gezeichnete Skizzen. Zudem sind sie Ausdruck der architektonischen Persönlichkeit und Handschrift zugleich. So ist beispielsweise eine Zeichnung von Frank O. Gehry so typisch, dass der Urheber sofort auszumachen ist. Hierzu wird gesagt, die Skizzen des kanadischen Stararchitekten erinnerten an ein zerknülltes Blatt Papier. Auch die Skizzen aus wenigen, prägnanten Linien des Oscar Niemeyer, Architekt von Brasilia, sprechen ihre eigene Sprache. Doch hat diese Art des Entwerfens noch eine Zukunft?

Architekt am Zeichentisch | Creative Commons

Architekt am Zeichentisch | Creative Commons

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Bauhaus – Moderne Architektur bis ins 21. Jahrhundert. [Teil 1]

  • Von Anett Ring
  • Veröffentlicht 21. Juli 2015
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Mit Bauhaus-Architektur und -Design verbinden wir seit vielen Jahrzehnten moderne und funktionale Entwürfe. Worauf beruht diese Leistung? Warum sind die fast 100-jährigen Entwürfe noch immer modern? Und wie entstand der Mythos um das Bauhaus?

Neue Meisterhäuser Dessau | Foto: fotolia.com/dessauer

Neue Meisterhäuser Dessau | Foto: fotolia.com/dessauer

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