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Intelligentes Heizen: Großes Sparpotenzial bei niedriger Investition

  • Von op
  • Veröffentlicht 2. Januar 2019
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Smart Home Bedienung

Der Aufwand für die Heizenergie macht einen erheblichen Teil der Mietnebenkosten bzw. der Betriebskosten bei selbstgenutztem Wohneigentum oder einem Einfamilienhaus aus. Für das Heizen mit Gas geben die Deutschen im Schnitt rund 12 Euro pro Quadratmeter und Jahr aus – aufgrund steigender Gaspreise mit deutlich zunehmender Tendenz. Aber der Durchschnittswert sagt wenig aus. Bestimmt wird der Durchschnitt nämlich durch eine Vielzahl von Gebäuden, die älter als vierzig Jahre sind. Moderne Effizienzhäuser nach dem Standard KfW 70 kommen mit einem Drittel des Mittelwerts aus, in Passivhäusern kostet das Heizen nur rund einen Euro pro Quadratmeter und Jahr. Nun lässt sich aus einem Siebzigerjahre-Bau nicht mal eben ein Passivhaus machen. Selbst eine aktuelle Wärmedämmung geht ins Geld und ist aus Platzgründen nicht überall möglich. Eine neue Gastherme wäre eine Möglichkeit, mit überschaubarem Aufwand bis zu 30 % Energie einzusparen. Mit einer intelligenten Steuerung lässt sich der Spareffekt deutlich steigern.

Sogar für die Mietwohnung geeignet

Die notwendigen Maßnahmen zum intelligenten Heizen sind so überschaubar, dass sie sich sogar für eine Mietwohnung eignen, rät das Smart-Home-Portal www.homenext.de. Selbst wenn die Therme selbst nicht für die Integration in ein Smart-Home-System ausgelegt ist, reicht ein Austausch der Thermostate an den Heizkörpern. Natürlich sollten Sie den Vermieter um Erlaubnis fragen, aber eigentlich darf er nichts dagegen haben. Verwahren Sie unbedingt die bisher montierten Thermostate. Erstens könnte eines der neuen Geräte kaputtgehen, und dann haben Sie schnellen Ersatz. Dieses Argument gilt natürlich auch für Eigentümer. Zweitens gehören Ihnen die Smart-Home-Thermostate. Schenken Sie sie beim Auszug nicht dem Vermieter, zumal er ohne entsprechende Steuereinheit gar nichts damit anfangen kann. Tauschen Sie die Thermostate einfach wieder zurück, und Sie können die Mietwohnung in dem Zustand übergeben, wie Sie sie übernommen haben. Das Auswechseln eines Thermostats ist recht simpel und erfordert kein Entleeren der Heizungsrohre. Der Regler wird einfach bis zum Anschlag aufgedreht und dann die Überwurfmutter, die den Thermostaten sichert, mit einer Rohrzange gelöst. Ist die Mutter gelockert, lässt sich der Thermostat von Hand abschrauben. Keine Sorge, dabei bleibt alles trocken. Normalerweise passen die Gewinde von altem und neuem Thermostat. Da es aber verschiedene Größen gibt, liegen vielen Smartgeräten bereits Adapter aus Kunststoff bei. Wenn nicht, erhalten Sie passendes Material im Zubehör-Sortiment.

So spart die smarte Steuerung

Der Einspareffekt basiert im Wesentlichen auf zwei Maßnahmen, nämlich exakte Bestimmung von Zeit und Ort der Beheizung. Die zeitliche Komponente berücksichtigen Sie bei einer klassischen Heizungssteuerung über eine Zeitschaltuhr. Diese ist aber recht unflexibel, selbst wenn mehrere Schaltprogramme zur Verfügung stehen. Sie planen grob Ihre Abwesenheiten, aber bei mehreren Personen im Haushalt wird das schon schwierig. Ohne Verknüpfung mit anderen Sensoren wie Bewegungsmeldern oder einer Überwachung der Fenster weiß die Heizung nicht, ob sich tatsächlich jemand in der Wohnung aufhält oder ob Sie gerade die Fenster zum Lüften aufreißen. Ein Smart-Home-System erkennt durch die Auswertung diverser Informationen, ob die Heizung aktuell benötigt wird oder nicht. Und Sie können sie auch aus der Ferne per Smartphone-App bedienen. Dann kommen Sie auch nach einem frühen Feierabend oder ungeplanten Überstunden in ein Zuhause, das „just in time“ vorgewärmt ist. Mit einer Zeitschaltuhr steuern Sie immer die gesamte Therme bzw. die Kesseltemperatur. Die Ansteuerung einzelner Thermostate erlaubt dagegen das gezielte Beheizen einzelner Räume – morgens Bad und Küche, abends das Wohnzimmer und in geringerem Umfang den Schlafraum.

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