Monatsarchiv: März 2015

Beruf Architekt: Alles was man wissen muss

  • Von op
  • Veröffentlicht 12. März 2015
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Architekt

Traumberuf Architekt (© diego_cervo/ depositphoto.com)

Der Architekt, alles was man über den Beruf wissen sollte:

Gliederung:

Wie wird man Architekt?

Architekturstudent

Architekturstudent (© joshua_rainey/depositphoto.com)

Architekt wird man in Deutschland nur durch Eintragung in die Architektenliste der Architektenkammer. Die Berufsbezeichnung „Architekt“ ist geschützt.

Der Eintragungsausschuss der jeweiligen Architektenkammer entscheidet über die Eintragung in die Architektenliste. Grundvorraussetzungen sind ein Architekturstudium mit einem erforderlichen Mindestmass an Entwurfslehre. Studiengänge wie „Bauwirtschaft“ werden häufig nicht anerkannt.

Für nicht studierte Fachleute wie zum Beispiel Handwerksmeister oder Studienabsolventen aus nicht akzeptieren Studiengänge haben die Möglichkeit durch Bestehen spezieller Sonderprüfungen bei der Architektenkammer die Eintragung zu erlangen.

Es gibt Architekten (Hochbauarchitekten), in Abgrenzung zu Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten.

Architekt ist schon seit jeher ein beliebter Beruf und jährlich strömen tausende deutsche Schulabgänger in die Hochschulen um sich als Architekt ausbilden zu lassen. Doch wie sieht der Weg konkret aus und was ist zu beachten, wenn man den Wunsch hat, Architekt zu werden?

Um sich Architekt nennen zu dürfen, ist ein Studium an einer Fachhochschule oder einer Universität eine Grundvoraussetzung. Nachdem der Bologna-Prozess in das deutsche Bildungssystem Einzug gehalten hat, besteht der Studiengang Architektur aus dem Bachelor und dem Master. Üblicherweise dauert der Bachelorstudiengang drei Jahre, der für den Master zwei. Wer nun sein Studium mit dem Master in Architektur abgeschlossen hat, darf sich dennoch nicht „Architekt“ nennen. Er ist nun in der Regel „Master of Arts“. Um die begehrte Berufsbezeichnung tragen zu dürfen, ist zunächst eine Eintragung in die Architektenkammer Voraussetzung. Dieses ist nach einer gewissen Berufserfahrung möglich. Wie lange diese Zeit dauert sowie weitere Voraussetzungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.

Ist es das Richtige für mich?

Ganz zu Beginn steht die Frage: Bin ich für diesen Beruf geeignet und bin ich mir sicher, dass er der richtige für mich ist? Schließlich wäre es ärgerlich, erst Jahre später herauszufinden, dass man doch nicht so gut dazu passt und eigentlich etwas anderes machen will. So sollte man sich z.B bewusst machen, dass man auch mathematisch gefordert wird um Statik- und Proportionsrechnungen zu kalkulieren und dass man einen guten Sinn für Gestaltung haben sollte. Zweifelsohne steht jedoch die künstlerische Begabung im Vordergrund, zusammen mit hoher Belastungsfähigkeit und Durchhaltevermögen—der Markt ist nämlich übersättigt und die Aufträge gehen zurück.

Das Studium

Wenn man sich dann sicher ist, dass man diesen Weg sicher gehen möchte, steht man vor der Herausforderung eine passende Bildungseinrichtung zu finden. Um studieren zu können benötigt man das Abitur oder die Fachhochschulreife und die Faustregel lautet: je besser der Notendurchschnitt desto höher die Chance auf einen Studienplatz. Schließlich ist der Andrang auf die Studienplätze groß und nur wenige Hochschulen machen sich die Mühe ihre Studenten mittels aufwändiger Bewerbungsverfahren auszuwählen. Wenn der Notendurchschnitt nicht ausreicht, dann lohnt es sich konkret nach Universitäten zu suchen, die darauf nicht so viel Wert legen um sich dann dennoch beweisen zu können.

Es gibt auch Universitäten, wo die Zulassungsbedingungen nicht so streng sind und ein Studienplatz fast garantiert ist. Diese Studiengänge haben dann allerdings den Nachteil, dass sie stark überfüllt sind und man wenig Aufmerksamkeit von den Professoren bekommen wird.

Davor gilt es jedoch sich für eine Studienrichtung zu entscheiden, wobei in Deutschland konkret zwischen Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur unterschieden wird. Der Bereich Architektur erfordert ein starkes technisches Verständnis und ermöglicht sehr spezifische Weiterbildungen wie Baumanagement oder Städtebau. Der Bereich Innenarchitektur hat einen künstlerischeren Fokus während von Landschaftsarchitekten viel Interesse für Botanik und Geografie verlangt wird.

Hier eine ganz grobe Übersicht von Studienfächern, die im akademischen Bereich angeboten werden:

  • Baustoffkunde
  • Architekturtheorie
  • Baustatik
  • Städtebau und Bauleitplanung
  • Bauphysik
  • Baurecht
  • Geschichte der Architektur
  • Landschaftsplanung
  • Bau- und Kunstgeschichte

Das Bachelor-System führt einen heute schon nach 6-8 Semestern zu einem Abschluss, was weitaus schneller ist als beim damaligen Diplom-System. Durch diese Straffung besteht die Gefahr, nicht ausreichend auf den Arbeitsmarkt vorbereitet zu sein und auch bei potentiellen Arbeitgebern weniger Chancen zu haben. Deswegen bietet sich eine Weiterbildung in Form eines Masters an. Dies gibt zudem die Chance sich zu spezialisieren und somit an Profil zu gewinnen. Ein Beispiel für einen solchen Master ist der Studiengang „Ressourceneffizientes Bauen“ der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Im Bereich nachhaltiges Bauen bieten übrigens immer mehr Hochschulen Masterprogramme an, es lohnt sich also eine ausführliche Recherche um sein Studium zu planen, etwa mit dem Internet-Angebot Hochschulkompass.

Manche Studiengänge integrieren zudem ein Praxissemester. Dies mag das Studium vielleicht in die Länge ziehen, lohnt sich aber durchaus da einem somit ermöglicht wird ,zukünftige Arbeitgeber zu identifizieren und herauszufinden welche Tätigkeiten einem besonders liegen.

Nach Studienabschluss ist noch ein Eintrag in die Architektenkammer nötig, damit man sich als „Architekt“ bezeichnen darf. Ohne Eintrag darf man allerdings dennoch in einem Architekturbüro tätig werden, eben nur ohne sich Architekt nennen zu dürfen.

Die Job-Bewerbung

Sich offiziell als Architekt bezeichnen zu können ist eine Sache — von diesem Beruf auch leben zu können ist dann die nächste Herausforderung. Nach dem Studium stellt sich also die Frage: Wie finde ich einen Arbeitgeber?

Bestenfalls hat man während des Studiums bereits Kontakte gesammelt an die man sich jetzt wenden kann. Es ist allerdings auch Fleiß gefragt — viel Fleiß. Viel Zeit sollte in die Recherche nach Architekturbüros gesteckt werden für die man arbeiten möchte und dann heißt es Bewerbungsschreiben um Bewerbungsschreiben zu schicken. Mit dem Lebenslauf sollte auch ein Portfolio eingereicht werden, das zudem auch noch für den betroffenen Arbeitgeber „maßgeschneidert“ wird.

Ist man dann endlich als Architekt tätig, hört das Bewerben allerdings nicht auf. Architektenwettbewerbe sind branchenüblich, was bedeutet, dass die Büros ihre Entwürfe für Bau-Ausschreibungen einsenden und nur wenige Entwürfe letztlich realisiert werden.

Auch wenn der Weg zum Architekten etwas mühselig erscheint ist die gute Nachricht jedoch, dass er klar strukturiert ist und bei genug Ausdauer die Erfolgschancen durchaus realistisch sind.

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Der Kostenvergleich von Heizungssystemen

Heizungsanlage

Heizungsanlage

(© Nomadsoul1/ depositphoto.com)

Was ist bei einem Kostenvergleich von Heizungssystemen zu beachten? Wir vom ArchitektenScout klären auf!

Welche Heizung kostet wie viel?

Wenn Sie in Ihrem Haus eine neue Heizung einbauen lassen wollen, ist die Frage nach der günstigsten Heizung wichtig. Die Kosten einer Heizung richten sich nach dem Wärmepreis, auch Wärmegestehungskosten genannt. Der Wärmepreis wird berechnet, in dem einfach die Annuität der Investition durch die jährliche Bereitstellung der Wärme geteilt wird. Bei diesen Kosten werden die gesamten Kosten, die durch den Einbau und den Betrieb eines Heizungssystems entstehen, auf die Kilowattstunden heruntergerechnet, so dass sich die einzelnen Heizungssysteme leichter miteinander vergleichen lassen.

Was ist in der Vollkostenrechnung für ein Heizungssystem enthalten?

1) Die verbrauchsgebundenen Kosten: Das ist die Menge an Holz, Strom, Öl oder Gas, die in die Heizung hineingesteckt werden müssen, damit aus dem Energieträger wirklich Wärmeenergie wird.
2) Die kapitalgebundenen Kosten: Damit sind alle die Kosten beziffert, die benötigt werden, die für die Heizung nötigen Geräte und die Verteilung der Wärme anfallen, wie beispielsweise Leitungsrohre, Fussbodenheizung oder Heizkörper.
3) Die betriebsgebundenen Kosten: Das sind alle Kosten, die ebenfalls für den Betrieb des Heizungssystems anfallen, aber nicht zur Wärmeerzeugung dienen, wie beispielsweise die Gebühr für den Schornsteinfeger, der Betriebsstrom für die Pumpen oder Kosten für die Wartung.

Förderung der Heizsysteme führt zur Reduzierung der Kosten

Für einzelne Heizsysteme gewährt der Staat eine Förderung, damit mehr umweltschonende Heizanlagen eingebaut werden können. Denn Heizsysteme, mit denen fossile Energien verbrannt werden, wie beispielsweise Öl oder Gas, sind im Verhältnis zwar in der Anschaffung günstiger, jedoch auf lange Sicht gesehen teurer, als die Heizsysteme, mit denen regenerative Energien genutzt werden. Neben dem staatlichen Förderprogrammen und denen der einzelnen Länder gibt es sowohl von den Kommunen, als auch von den Landkreisen oft Mittel, mit denen der Einbau einer neuen Heizung für Sie etwas günstiger wird: https://www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/foerdermittel/foerdermittelsuche.html

Vergleich der Heizkosten

Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass sich die einzelnen Heizsysteme nur dann miteinander vergleichen lassen, wenn festgelegt ist, wie das entsprechende Haus wirklich aussieht. Ein kleines Reihenhaus mit etwa 100 Quadratmetern an Wohnfläche hat andere Kosten für die Investition einer Heizung, als ein frei stehendes Einfamilienhaus, in dem 150 Quadratmeter beheizt werden sollen. Ausserdem spielt für den korrekten Vergleich der Heizsysteme neben der Lage des Hauses auch die Bauweise, die Fenster, die vorhandene Wärmedämmung, der Verbrauch an Warmwasser und die von den Bewohnern gewünschten Temperaturen in den einzelnen Räumen eine Rolle. Aus diesem Grund bezieht sich die Beispielrechnung auf ein Haus von 150 Quadratmetern: https://www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/modernisierung/heizsysteme-im-kostenvergleich.html

Fazit Kostenvergleich

Wenn Sie einen Neubau errichten wollen oder einen Altbau sanieren, ist die Frage nach der richtigen Heizung eine wesentliche Frage: Schliefllich wollen Sie, dass es im Winter warm wird, ohne dass der Betrieb der Heizung zu teuer wird. Das ist auch der Grund, warum immer mehr Bauherren auf fossile Brennstoffe verzichten und lieber eine Pelletheizung oder ein anderes Heizsystem einbauen, das mit regenerativer Energie arbeitet. Eine Entscheidung für das eine oder das andere Heizsystem ist eine Entscheidung oft für mehr als 20 Jahre. Aus diesem Grund sollten Sie die gesamten Kosten für den Betrieb des Heizsystems betrachten und nicht nur die reinen Kosten für die Anschaffung.

Autor: Frank Biermann
Webseite: haustechnikblog.de
Twitter: @haustechblog

Industriearchitektur in Hamburg: zwischen Produktion und Umnutzung

Wer an Industriearchitektur denkt, dem fällt vermutlich zunächst das Ruhrgebiet ein – nicht aber Hamburg. Damit tut man der altehrwürdigen Hansestadt jedoch unrecht. Zwar war die Stadt an Alster und Elbe nie eine Industriestadt im eigentlichen Sinne – nichtsdestotrotz besaß sie Industrie. In der Zeitung ZEIT vom 14. Januar 1954 stand sogar geschrieben: „Ein Vergleich der industriellen Produktion der Hansestadt Hamburg mit derjenigen anderer deutscher Industriestädte zeigt, daß die Hamburger Industrie mit beachtlichem Vorsprung an erster Stelle steht.“

Brauereien, Tuchfertigung, Mühlen und Metall

Bereits seit dem Mittelalter waren in Hamburg Brauereien aktiv, die jedoch eher Vorläufer der großen Traditionsbrauereien waren, die nach 1850 entstanden. Eine weitere frühe Industrie Hamburgs waren Zuckersiedereien, die Rohrzucker verarbeiteten. Von ihnen und ihrer Architektur ist jedoch nichts mehr geblieben.

Wassermühlen, die es bereits um 1235 an der heutigen Binnen- und Außenalster gab, waren Vorläufer der Großmühlen, die den baulichen Eindruck Altonas, Wilhelmsburgs und Harburgs prägten. Das Tuchgewerbe war aufgrund des Überseehandels eine zweifelhafte Industriesparte, die neben dem Baumwollhandel am Sklavenhandel beteiligt war. Die Tuchindustrie prägte mit den zugehörigen Bauten vornehmlich den Stadtteil Wandsbek.

Ein wesentlich nachhaltigerer Industriezweig, der in Hamburg Fuß fasste, war die Metallerzeugung. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden Hochöfen und Eisengießereien. Eine von ihnen war der heutige Großkonzern Aurubis AG, ehemals Norddeutsche Affinerie AG. Ihre Fertigungsstätte liegt auf der Veddel und erinnert auf unästhetische Art an eine Chemiefabrik.

Zeugnisse vergangener Industrie in Hamburg

In Bahrenfeld, Altona und der Speicherstadt finden sich zahlreiche weitere architektonische Relikte Hamburger Industriestätten. Heute sind sie allerdings umgenutzt, überwiegend durch Büros und Gastronomiebetriebe, die das besondere Ambiente schätzen. Das Industriedenkmal Stilwerk in der Nähe des Altonaer Fischmarktes ist solch ein Beispiel. In dem sechs- bis siebenstöckigen Klinkerbau wurde bis 1992 Malzbier gebraut. Die Mälzerei war 1907, bei ihrer Fertigstellung, eine der ersten Stahlbetonskelett-Konstruktionen Deutschlands. Die Fassade ist mit Blendbögen und Schmuckbändern verziert – so ist sie ein Zeugnis vom wirtschaftlichen Wohlstand der damaligen Zeit. Heute befindet sich in der ansprechend umgenutzten ehemaligen Mälzerei mit Stilwerk ein Kaufhaus für hochwertige Innenausstattung, Design- und Lifestyleartikel.

Stilwerk a

Stilwerk mit Brücke. Foto: Gina Doormann

Gegenüber dem heutigen Stilwerk, direkt an der Wasserfront der Elbe, steht das wuchtige Gebäude der ehemaligen Getreidemühle von Heinrich Wilhelm Lange & Co. Im Jahre 2001 bauten Jan Störmer Architekten den sechsstöckigen Bau um: Er behielt seine Klinkerfassade und in der Aufstockung aus Glas entstanden hochwertige Wohnungen.

Stilwerk b

Ehemalige Getreidemühle. Foto: Gina Doormann

Das preisgekrönte U3-Viadukt

Wer die Große Elbstraße mit Stilwerk und ehemaliger Getreidemühle hinter sich lässt, bewegt sich auf ein weiteres – im weitesten Sinne – Stück Hamburger Industriearchitektur zu. Da der der Ingenieurbau zweifelsohne ein Inbegriff des Industriebaus ist, gehört das Viadukt der Hochbahn-Linie U3, vor rund 100 Jahren gebaut, dazu. Auf dem letzten Stück vor der Haltestelle Baumwall folgt die Konstruktion eindrucksvoll der Momentenlinie.

U3 Viadukt alt

Altes Viadukt. Foto: Gina Doormann

Damit endet der Weg des alten Schienennetzes. In 2010 wurde die alte Binnenhafenbrücke der U3 ausgetauscht. In diesem Zuge wurde die gesamte Brückenkonstruktion inklusive Stahlüberbauten, Stützpfeilern und Tiefgründungen komplett erneuert.

U3 Viadukt neu

 

Neues Viadukt. Foto: Gina Doormann

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Was Architekten bei der Altbausanierung beachten müssen

Altbau, Villa in Berlin Grunewald, Foto Preikschat

Altbau, Villa in Berlin Grunewald, nach der Altbausanierung, Foto Preikschat

Ein großer Markt für Architekten ist die Altbausanierung bzw- Modernisierung. Deutschland verfügt über einen gigantischen Immobilienbestand der oftmals entweder komplett baufällig geworden ist oder aber den modernen Ansprüchen seiner Nutzer nicht mehr gerecht wird.

Als Architekt steht man oft in schönen Altbauten und soll recht schnell konkrete Aussagen über die vorhandene Bausubstanz treffen, Anbau-Ausbau und Aufbauideen aufzeigen und Kosten dafür kalkulieren. Altbauten erfordern eine umfassende Vorbereitung, kaum ein Altbau gleicht dem anderen. Unterschiedlichen Zeitepochen brachten verschiedene Kontruktionen hervor und deshalb sollten am Anfang einer Sanierung zuerst die Grundlagen abgecheckt werden:

  1. Alte Bauunterlagen beschaffen: Beim Bauarchiv findet der Architekt oft entsprechende Unterlagen, das heißt, alte Zeichnungen, Statiker, Schritte und Berechnungen.
  2. Aufmaß: Ohne ein örtliches Aufmaß sollte man mit der Altbausanierung nicht starten. Hier gibt es bereits entsprechende Vermessungstools die den Bestand in das moderne CAD System integrieren.
  3. Gutachten: Die vorhandene Bausubstanz ist zu beurteilen und dafür sind Spezialisten da. Das Holzgutachten soll Klarheit über die Beschaffenheit der Dachkonstruktion, der Holzbalken und über das Vorhandensein von Schwamm und anderen Baumängeln schaffen. Schadstoffe finden sich häufig in Dachplatten, alten Rohren, alten Dämmungen und in den Schlackefüllungen.
  4. Das Gespräch beim Bauamt: Liegt Denkmalschutz vor? Wie sind die öffentlich rechtlichen Vorgaben bei der Sanierung / Umnutzung / Erweiterung? Was geht, was geht vielleicht und mit welchem Aufwand? Wie heißt es so schön: Kommt man vom Rathaus, ist man schlauer!
  5. Fotodokumentation: Die vorhandene Bausubstanz ist einer genauen eingehenden Prüfung zu unterziehen. Wie ist der Zustand der Fenster, der Kellerabdichtung, welche Bodenverhältnisse liegen vor, wie sehen die Balkone und Terrassen sowie die alte Haustechnik aus? Alles sollte kurz fotografisch festgehalten werden.
  6. Abstimmung mit Fachplanern (Insbesondere Statiker und Haustechnikplaner) und Ausführungsspezialisten.

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Interview: Büro MSHS Architekten aus Münster

Architekturbüro MSHS aus Münster

Architekturbüro MSHS aus Münster

Frau Holling, Frau Schwager, Ihr Büro MSHS Architekten hat seinen Sitz in Münster. Welchen Stellenwert hat für Sie der regionale Bezug, die regionalen Kunden?

Der regionale Bezug hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten momentan fast ausschließlich mit regionalen Bauherren an lokalen Projekten. Die Projekte sind nicht nur in Münster, aber in einem Umkreis von bis zu 80 km zu finden. Es ist uns wichtig, dass die Entfernung es zulässt, dass der persönliche Austausch mit den Bauherren intensiv stattfinden kann. Weil wir die Ausführung der Projekte gerne selbst übernehmen, muss die Entfernung auch für die Bauleitung noch gut machbar sein.

Im Bereich des Messebaus wird der regionale Bezug allerdings weniger wichtig. Hier sind wir auch deutschlandweit tätig.

Auf welchen Gebäudetypus sind Sie spezialisiert?

Wir sind vor allem im Bestand tätig. Dies umfasst sowohl die Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern als auch von gewerblichen Einheiten im Bereich des Corporate Interior.

Wer ist die typische Bauherrin/der typische Bauherr, mit der oder dem Sie zusammenarbeiten?

Jeder Bauherr und jede Bauherrin ist anders. Und das macht unsere Arbeit natürlich auch so spannend, weil wir uns bei jedem Projekt neu auf die Menschen und deren Bedürfnisse einlassen.

Wenn wir uns die typischen Bauherren wünschen dürfen, sind es sicherlich die aufgeschlossenen Kunden, die Vertrauen in uns, unsere Ideen und unsere Arbeit haben. Daraus resultieren die besten Projekte für beide Seiten.

Über welche Kanäle kommen Sie mit neuen Auftraggebern in Kontakt?

Viele Kunden kommen ganz klassisch über Empfehlungen und Mund-zu-Mund-Propaganda. Unser Büro in einem ehemaligen Ladenlokal ermöglicht es uns darüber hinaus, Fotos von unseren Projekten in den Schaufenstern aufzuhängen und uns so nach außen zu präsentieren. Das hat auch schon einige Bauherren zu uns geführt.

Was umfasst Ihre Architektenberatung?

Unsere Architektenberatung umreißt zunächst einmal alle Punkte, die es bei einem Bauvorhaben zu bedenken gilt. Neben dem Budget, dem Zeitplan und den baulichen und baurechtlichen Anforderungen, sind uns die persönlichen Bedürfnisse der Bauherren wichtig. Wir haben den Anspruch, dahingehend zu beraten, dass die jeweiligen Projekte langlebig gedacht werden und für die Bauherren auch in einigen Jahren noch richtig gut passen. Im Bereich der Statik und der energetischen Optimierung holen wir uns Fachingenieure hinzu. Grundsätzlich erfolgt die Beratung gemäß den Leistungsphasen der HOAI.

 

Wie bewerten Sie die Bedeutung des unternehmerischen Selbstverständnisses von Architekten?

Wir begreifen uns als Dienstleister und als Experten. Wir können und wollen die Wünsche und Vorstellungen unserer Bauherren erfüllen, jedoch auf unsere einzigartige und effektive Art und Weise. In diesem Spannungsfeld gilt es, für sich eine Balance zu finden.

Was sind Ihrer Meinung nach die Entwicklungs-Trends der Architektur in den kommenden Jahren?

Es wird sicherlich um alle Fragen rund um Nachhaltigkeit und Nachverdichtung gehen.

Was war/ist Ihr persönliches Erfolgsrezept?

Unvoreingenommen bleiben, sodass aus einem gemeinsamen Dialog mit den Bauherren gute Häuser und Räume entstehen können, in denen Menschen mit Freude wohnen, arbeiten und leben können.

Frau Holling, Frau Schwager, wir danken Ihnen für dieses Interview.

Interview von Gina Patricia Doormann, freie Journalistin

Die neuen Firmenzentralen der Internet-Riesen

Google headquarter

Google Headquarters in Mountain View, Kalifornien (Foto:wolterke/depositphotos.com)

Wir vom ArchitektenScout sind ständig auf der Suche nach spannenden und ungewöhnlichen Bauprojekten und haben uns für diesen Artikel mit den Internetriesen Google und Apple näher auseinandergesetzt. Diese sind nämlich nicht nur bereits in imposanten Firmenzentralen untergebracht, sondern haben schon Pläne für die neuen Firmenzentralen auf den Tisch gelegt. Google will gleich an vier Standorten im kalifornischen Mountain View neue Gebäude errichten, während das sogenannte „Raumschiff“ von Apple bereits gebaut wird.

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