Die neuen Firmenzentralen der Internet-Riesen

Google headquarter

Google Headquarters in Mountain View, Kalifornien (Foto:wolterke/depositphotos.com)

Wir vom ArchitektenScout sind ständig auf der Suche nach spannenden und ungewöhnlichen Bauprojekten und haben uns für diesen Artikel mit den Internetriesen Google und Apple näher auseinandergesetzt. Diese sind nämlich nicht nur bereits in imposanten Firmenzentralen untergebracht, sondern haben schon Pläne für die neuen Firmenzentralen auf den Tisch gelegt. Google will gleich an vier Standorten im kalifornischen Mountain View neue Gebäude errichten, während das sogenannte „Raumschiff“ von Apple bereits gebaut wird.

Googles neue Firmenzentrale „Utopia“

Google hat erst diesen Monat die Baupläne für seine neue Firmenzentrale in Kalifornien eingereicht. Die Architektur des Gebäudes ist so konzipiert, dass sie an die strukturellen Entwicklungen des Unternehmens angepasst werden kann und gleichzeitig vorbildlich Energie spart. So sind die Dächer lichtdurchlässig und mit Solarzellen versehen, während eine zweite Ebene für Beschattung sorgt und die einströmende Wärme dämpfen kann. Was das Bauvorhaben allerdings erst architektonisch richtig interessant macht sind die sogenannten „Crabots“. Hierbei handelt es sich um robotergesteuerte Kräne, welche die Räume je nach Bedarf neu strukturieren können. So werden die Räume nämlich mit leichtgewichtigen Strukturen getrennt, damit sie mit den Krähen jederzeit verschoben werden können um z. B einem bestimmten Arbeitsteam mehr Fläche bieten zu können.

Laut David Radcliffe, dem Vizepräsidenten für Bauvorhaben bei Google ist zudem vorgesehen, die natürliche Umgebung fließend in den Gebäude-Komplex zu integrieren um „die Trennung zwischen den Gebäuden und der Natur aufzuheben.“

Hier noch einige Fakten zu Googles neuer Firmenzentrale:

  • Beauftragte Architektenbüros sind die Heatherwick Studio aus Großbritannien und die Bjarke Ingels Group (Dänemark)
  • Gesamtfläche: 316.000 Quadratmeter
  • Ort: Mountain View, Kalifornien, USA (Am Rand der San Francisco Bay)

Da der Bauvorschlag gerade erst eingereicht wurde ist nicht klar, ob die Stadt Mountain View die Pläne in diesem Umfang auch genehmigen wird. Schließlich würden die 12.000 zusätzlichen Mitarbeiter die Infrastruktur der Stadt erheblich belasten.

Was halten Sie von Googles abenteuerlichem Vorhaben? Sind die architektonische Neuerungen sinnvoll oder einfach nur „cool“?

Um sich Ihre eigene Meinung zu bilden, schauen Sie am Besten mal in Googles Videopräsentation rein:

Apples neue Firmenzentrale, das „Raumschiff“

Apple Campus

Apple Campus (Foto: Wikimedia, RW Marloe, Creative Commons)

Wesentlich fortgeschrittener als Google ist dagegen Apples neue Firmenzentrale, die wegen ihrer futuristischen Form auch als „Raumschiff“ bezeichnet wird. Bereits im Oktober 2013 wurden die entsprechenden Anträge genehmigt und der Bau ist im vollen Gange, wie Sie in diesem Drohnenvideo sehen können:

Hier finden Sie eine umfangreiche Bildergalerie zum Apple Campus

Und hier die Fakten zu den neuen Apple Headquarters im Überblick:

  • Das ringförmige Haupt-Gebäude nimmt 260.000 Quadratmeter ein
  • Es wird ein Auditorium (11.000 Quadratmer) und Fitnesszentrum (9000 Quadratmeter) errichtet.
  • In einer unterirdischen Parkanlage können 2400 Fahrzeuge untergebracht werden, im Hauptparkhaus sogar 6000
  • Architektenbüro: Foster + Partners
  • Gesamtkosten: 3,9 Milliarden Euro
  • Kapazität: 2.600 Mitarbeiter
  • Voraussichtliche Eröffnung: Ende 2016

Ähnlich wie Googles neues Gebäude will auch Apple besonders umweltfreundlich sein und alternative Energiequellen nutzen. So werden Solarzellen auf dem Gebäude angebracht und 7000 Bäume werden die Fläche rund um das Gebäude begrünen; dazu hat Apple extra einen renommierten Baumpfleger von der Stanford Universität beauftragt. Zudem soll 80 Prozent des Firmengeländes aus Grünfläche bestehen.

Fazit

Das schöne an den neuen Firmenzentralen von Google und Apple ist, dass das nötige Kapital vorhanden ist um die neuesten Technologien, die besten Materialien und die begabtesten Architekten und Ingenieure zu finanzieren. Dies bedeutet, dass das Potential der aktuellen Architekturkunst voll zum Tragen kommt. Gleichzeitig sollte nicht vergessen werden, dass die Herausforderung in unserem Berufsalltag oft darin besteht aus niedrigen Budgets viel herauszuholen. In diesem Sinne ist es auch fragwürdig, inwiefern wir uns von diesen gigantischen Bauprojekten tatsächlich inspirieren lassen können. So oder so sind wir sehr neugierig, wie die Gebäude aussehen werden, wenn sie endlich fertig gestellt sind.

Kommentare

Von op Veröffentlicht 7. März 2015 17:15 Reply

passend dazu ein Link:
searching for utopia
http://architizer.com/blog/the-googleplex/

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